Leichensache – Norbert Horst


Klappentext:
Eine kurze Nacht für Kriminalhauptkommissar Kirchenberg. Kurz nach eins wird er aus dem Bett geklingelt und zu einem Tatort gerufen: Die siebenundzwanzigjährige Studentin Kerstin Baum wurde das Opfer eines grausamen Verbrechens. Gudrun, ihre Mitbewohnerin, hat einen Mann flüchten gesehen und kann eine genaue Täterbeschreibung abgeben. Schnell ist ein Verdächtiger gefunden, aber der erfahrene Kirchenberg gibt sich nicht mit allzu einfachen Erklärungen zufrieden …
Ein fulminantes Krimidebüt und ein höchst authentischer Blick auf die Arbeit einer Mordkommission.

Der erste Satz:
»Scheiße.«

Meine Meinung:
Der »authentische Blick auf die Arbeit einer Mordkommission« ist sicherlich damit begründet, dass der Autor eigentlich vom Beruf her Kiminalhauptkommissar ist. Dadurch liest sich das Buch jedoch leider auch eher wie ein Bericht statt wie ein Krimi. Die Sätze sind durchgängig so dermaßén abgehackt, dass es einen einfach nur nervt und jede mögliche Spannung bereits im Keim erstickt. Genauso nervig ist, dass der Kommissar Kirchenberg jedem Rockzipfel nachstarrt. Mir hat dieses Buch absolut nicht gefallen, weshalb es auch mein Flop des Monats Oktober 2012 gewesen ist. Eigentlich ist es der Auftakt einer Reihe, aber für mich ist diese Reihe bereits mit dem ersten Band beendet. Ich werde nicht weiterlesen und auch dieses Buch wird aus meinem Bücherregal verschwinden. Ich habe selten ein so schlechtes Buch gelesen.

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Eine Antwort zu Leichensache – Norbert Horst

  1. gerd schmidt schreibt:

    Nur ganz kurz zur Info:
    Der Stil von Norbert Horst in „Leichensache“ ist kein Bericht, sondern dieser Roman ist im sog. Stream of Consciousness“ erzählt und gehört zu den literarisch gewagtesten und interessantesten und besten Büchern, die in den letzten zehn Jahren in der deutschen Krimiszene erschienen sind, wie auch die drei Folgeromane mit Kirchenberg. Wer genau hinschaut, dem wird auffallen, dass Horst überhaupt keinen erzählenden Gestus hat, sondern nur die Wahrnehmungen und Äußerungen Kirchenbergs schildert, und dass daraus ein faszinierender Roman entsteht. So etwas hat es vor und nach „Leichensache“ von keinem anderen Autor gegeben. Das ist nicht immer einfach zu lesen und wer sonst Donna Leon mag, wird mit „Leichensache“ wenig anfangen können, aber es ist ein großartiges Buch, für das er zu Recht den Preis als bestes deutschprachiges Debüt erhalten hat.
    Darüber hinaus hat der Autor alle bedeutenden Krimipreise in Deutschland gewonnen.

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