Interview mit Lea Korte


Endlich kam ich dazu, das Interview mit Lea Korte hochzuladen! Ich bedanke mich bei der Autoren noch einmal an dieser Stelle, dass sie bereit war, mir die Fragen dafür zu beantworten. Und wo ich schon mal dabei bin, möchte ich mich natürlich auch noch für die Zusendung des folgenden Buches bedanken:

Mal sehen, wann ich es schaffe, dieses zu lesen – meine Warteschlange zeigt noch so einige Bücher auf 😀 . Nun aber endlich zu dem Interview:


Wie bist du zum Schreiben gekommen und wann hast du damit begonnen?
Mit dem Schreiben habe ich schon zur Schulzeit angefangen. Zunächst waren es Kurzgeschichten für die Schülerzeitung, mit Anfang 20 hatte ich die ersten Veröffentlichungen in Literaturzeitschriften, zu der bald weitere kamen. 1996 ist dann mein erster Roman erscheinen – und damit ein Traum in Erfüllung gegangen. Es war ein Frauenroman im Heyne-Verlag unter einem anderen Pseudonym.

Woher nimmst du die Ideen für deine Bücher?
Meine Ideen basieren bei den historischen Romanen auf wahren historischen Begebenheiten: Bei der »Maurin« war dies die Reconquista, bei der »Nonne mit dem Schwert« das Leben der Catalina de Erauso, die im 17. Jahrhundert wirklich gelebt hat. Danach setzt dann der kreative Prozess ein: Ich überlege mir, was ich mit meinem Roman über die Historie hinaus erzählen will, wo mein Brennpunkt der Geschichte und was der rote Faden ist … und setze dann einen Baustein, ein Mosaikteilchen nach dem anderen dazu.

Wie lange hat es gedauert, bis aus der Idee zur »Die Maurin« das fertige Buch wurde?
Die Recherchen für einen historischen Roman sind sehr aufwändig und langwierig. Bevor ich mit der »Maurin« angefangen habe, habe ich fast ein Jahr lang nur recherchiert, und wenn ich nicht zwei gute Geister zu meiner Unterstützung gehabt hätte, hätte ich noch viel mehr Zeit gebraucht. Diese beiden guten Geister waren Prof. Dr. Aguadé von der Universität in Cadiz (Spanien) und seine muslimische Frau, die mir bei vielen Fragen geholfen und mir auch immer wieder die passende Fachliteratur empfohlen haben. Der eigentliche Schreibprozess dauerte dann noch einmal zwei Jahre und wurde von weiteren Recherchen begleitet, weil beim Schreiben noch immer die eine oder andere Frage auftaucht.

Wann darf man sich auf ein weiteres Buch von dir freuen?
Ich hoffe, dass mein neuer Roman – wiederum ein historischer – spätestens 2012 erscheinen wird.

Was ist dein persönliches Lieblingsbuch?
Ich lese gern historische Romane, aber auch Psychothriller (Petra Hammesfahr, Sebastian Fitzek, Minette Walters) und »normale« Romane wie z.B. »Früh am Morgen beginnt die Nacht« von Wally Lamb. Und ich muss gestehen, dass ich genauso auch in ein historisches Fachbuch versinken kann – weil ich mir sofort vorstelle, welche Romanszenen ich aus meinem neu erworbenen Wissen »spinnen« kann. »Früher« waren die Buddenbrooks über lange Zeit mein absolutes Lieblingsbuch – und davor die wunderbare Pippi Langstrumpf, für die ich übrigens auch heute noch schwärme!;)

Hast du einen Autor, der dir beim Schreiben als Vorbild dient?
Bei den historischen Romanen vielleicht Rebecca Gablé weil sie genau die Kombination von »Fact and Fiction« macht, die auch ich für meine Romane anstrebe, aber im Prinzip lerne ich auch beim Lesen anderer Bücher immer etwas – weil ich mir angewöhnt habe, sehr bewusst zu lesen.

Wie beginnst du mit dem Schreiben eines Buches?
Ich bin kein »Bauchschreiber«, sondern ein »Planer«. Bei der Maurin war es so, dass ich zunächst sehr gründlich die Geschichte der Reconquista recherchiert und mir dann Gedanken darüber gemacht habe, welche Ereignisse die wichtigsten waren – womit ich zugleich das historische Fundament meines Romans geschaffen hatte. Anschließend habe ich mir überlegt, welche fiktiven Figuren ich brauche, um diese Zeit für den Leser lebendig werden zu lassen – und natürlich auch, um eine spannende Geschichte zu erzählen! Diese Figuren sollten die Historie am eigenen Leib miterleben können, aber zugleich auch ihre persönlichen, den Leser bewegenden Geschichten und »Probleme« haben. Nach und nach entwickelten sich so Zahra und ihre Familie und ihre ganz eigenen Konflikte in dieser faszinierenden Zeit.

Wie ist es, an einem Ort zu leben, den andere nur aus dem Urlaub kennen?
Das Komische ist, dass dies recht schnell Alltag wird. Spätestens nach ein, zwei Jahren hatte ich nicht mehr das Gefühl, an einem Urlaubsort zu leben, sondern hier zu Hause zu sein – und dieses Gefühl ist mit der Zeit noch stärker geworden. Inzwischen lebe ich schon fast 20 Jahre in Spanien. Aber täglich das Meer zu sehen ist für mich noch immer etwas Wunderbares, auf das ich auch nicht mehr verzichten möchte. Ich sage nicht umsonst, ich sei »meersüchtig«. 😉

Wie hat dein Umfeld darauf reagiert, als dein allererstes Buch erschienen ist?
Sie haben sich riesig gefreut! Und meine Mutter, die (außer mir 😉 ) als einzige schon immer geglaubt hat, dass ich »später« wirklich mal Bücher schreiben werde, hat sich am meisten gefreut. Mein erster Roman wurde 1996 veröffentlicht; es war ein Frauenroman. Ein Jahr zuvor war ich nach Spanien gezogen.

Gibt es noch ein anderes Genre, in dem du irgendwann in der Zukunft auch gern noch ein Buch schreiben möchtest?
Mich würde ebenso der historische Sachbuch-Bereich wie Psychothriller reizen. Mal sehen, was noch kommt! Aber die historischen Romane sind schon sehr »meins«; ich liebe die Arbeit an ihnen heiß und innig und werde dieses Genre sicher nicht wieder verlassen.

Advertisements

Über Aurora

Ich liebe Bücher über alles!
Dieser Beitrag wurde unter Bücher abgelegt und mit , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s